2. Klarer Auftrag für die Schulen |
| Unser Ziel ist eine Schule, die jeden jungen Menschen chancengerecht und bestmöglich zu einem selbst bestimmten Leben in sozialer, kultureller und ökologischer Verantwortung befähigt. Damit zielt schulische Bildung auf Kompetenzentwicklung und nicht schlechthin auf Stoffvermittlung. Es geht um die Befähigung zu einem selbstständigen, erfüllten Leben überhaupt, nicht nur um die Vorbereitung auf ein künftiges Erwerbsleben.
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| Allgemeine Bildungsziele für die Schulen dürfen nicht länger der Kleinstaaterei unterliegen. Sie sind als nationale Kompetenzstandards mit internationaler Orientierung zu setzen. Worin diese Kompetenzen bestehen, welches minimale Niveau jeder junge Mensch in der Schulzeit erreichen soll und welche weiteren Niveaustufen wann erreicht und von der Schule testiert werden können, muss Gegenstand eines nationalen Diskussionsprozesses sein.
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Bundesweite Bildungs-standards |
| Die Schule muss in ihrem Bildungsbemühen auf das Verständnis der Welt ausgerichtet sein und nicht vordergründig auf die reproduktive Vermittlung bestehender Wissenssysteme. Um dies sichern zu können, wird die Schule eine innere Reform vollziehen (müssen), welche zu einer neuen Schul-, Lern- und Leistungskultur führt. Um die Schulen dabei zu unterstützen, werden Kerncurricula auf Grundlage der Kompetenzstandards Orientierung geben und die Anschlussfähigkeit des Bildungsganges bei Schulwechsel sichern.
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Orientierung am Leben |
| Die Qualität einer Schule wird sich daran messen, wie es ihr gelingt, ihre Schüler zum Erfolg zu führen. Die Schulen werden auf dieser Grundlage ein Controlling aufbauen und in Entwicklungsberichten der Schulkonferenz und Öffentlichkeit Rechenschaft ablegen. Das Pädagogische Engagement der Lehrkräfte wird sich so auf die Förderung jedes Einzelnen richten. Es wird zugleich aber auch die Ausbildung von individuellen Stärken und Interessen fördern.
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Fördern statt auslesen |
| Das Ansehen einer Schule wird davon abhängen, wie sie den Bildungsauftrag unter den konkreten Bedingungen und mit den konkreten jungen Menschen umsetzt und bestmöglich erfüllt. Ausweis darüber werden zentrale Kompetenztests und Prüfungen geben, welche alle zwei Jahre durchgeführt werden. Es geht dabei nicht nur um absolute Ergebnisse allein sondern um die Feststellung der Entwicklung der Schüler sowie den Nachweis dessen, was die Schule konkret geleistet hat und was nicht. Es geht aber auch um Gerechtigkeit: Bildungsergebnisse müssen deutschlandweit vergleichbar sein und dürfen nicht von Schule zu Schule oder gar von Lehrer zu Lehrer willkürlich schwanken.
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Vergleichbarkeit der Bildungs-ergebnisse |
| Zur Erfüllung ihres Auftrages müssen die Schulen auf die nötigen Ressourcen zugreifen können. Wir werden die Finanzierung der Schulen gesetzlich regeln und im Wesentlichen von der Zahl der Schüler abhängig machen. Besondere Bedingungen führen zu zusätzlichem Anspruch auf Ressourcen (Geld, Stellen). Bildung ist eine Investition. Der Freistaat steht in der Verantwortung sowohl für die Einhaltung der Standards als auch für die nötigen Mittel.
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Gesicherte Ausstattung |
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