Neue Schulen braucht das Land


Die deutsche Schule, nicht nur die sächsische, ist offensichtlich in der Krise. Wenn 15 Prozent der 15-Jährigen in der Schule nicht die nötigen Kompetenzen für ein selbstbestimmtes Leben in der modernen Gesellschaft erwerben, hat die Schule ihren Bildungsauftrag nicht erfüllt. Wenn nur 32 % eines Jahrganges das Abitur erreichen, im OECD-Durchschnitt aber 62 %, dann halten wir 30 % eines Jahrganges einen höheren Bildungsabschluss vor. Kann von Chancengerechtigkeit die Rede sein, wenn wir 45 % eines Jahrganges benachteiligen?

Die fatalen Folgen für die betroffenen jungen Menschen sind offensichtlich. Die sozialen Auswirkungen für eine Gesellschaft, die auf die aktive Lebensgestaltung des einzelnen angewiesen ist und Lebenschancen zuneh­mend nach Bildungsniveau vergibt, sind verheerend. Deutscher Dünkel ist genausowenig angebracht wie sächsischer. Lesen Sie hier weiter.

Nicht kleine Veränderungen sind nötig, sondern ein Systemwechsel, der eine neue Lern- und Schulkultur schafft. Mit der in der Koalition vereinbarten Gemeinschaftsschule haben wir uns auf den Weg gemacht.

Wir brauchen und wollen eine Schule,

  • die stark macht,
  • die gerecht ist,
  • in der Leistung Spaß macht und
  • auf die Verlass ist.

Die SPD-Fraktion im Sächsischen Landtag legt Ihnen hiermit ein Konzept zur Reform unserer Schulen vor. Wir sind auf Ihre Meinung sehr gespannt und stehen für Rückfragen und Hinweise gern zur Verfügung.

Martin Dulig, MdL
Bildungspolitischer Sprecher